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Grammatische Regeln und konversationelle Strategien

AUTHOR Uhmann, Susanne
PUBLISHER de Gruyter (11/25/1997)
PRODUCT TYPE Hardcover (Hardcover)

Description

Anhand der Analyse von Alltagskonversationen wird gezeigt, da und wie die bisher weitgehend antagonistischen Forschungsstränge Grammatiktheorie und Konversationsanalyse sprachwissenschaftlich fruchtbar miteinandner verbunden werden können. Ausgangsannahme ist, da eine linguistisch orientierte Konversationstheorie nicht nur Performanzphänomene untersucht, sondern, wie die Grammatik, Aspekte der sprachlichen Kompetenz. Damit erhebt sich die Frage nach dem Grenzverlauf zwischen der konversationsanalytischen und der grammatischen Kompetenzforschung. Es mu vor allem geklärt werden, a) ob es eine mit der Satzgrammatik konkurrierende (und sie gegebenenfalls annullierende) grammar-for-conversation gibt oder b) ob konversationelle Strategien sich nur in den Spielräumen entfalten, die von den einschlägigen Regelsystemen der Grammatik offengelassen werden.

Diese Frage wird anhand von drei empirischen Fallstudien diskutiert, in denen je unterschiedliche Phänomene des heutigen Deutsch im Mittelpunkt stehen: Satzgliedstellung im Mittel- und Nachfeld, Akzentzusammenstö e, Sprechgeschwindigkeit. In detaillierten, korpusgestützten Analysen dieser Phänomene wird gezeigt, da die Abgrenzung der konversationellen von der grammatischen Kompetenz anders, als es verbreitete Annahmen erwarten lassen, in jedem Fall der zweiten der genannten Möglichkeiten folgt. Allerdings zeigt sich auch, da die Spielräume, die von grammatischen Regeln eröffnet werden, und damit die Einflu möglichkeiten der konversationellen Strategien stark mit dem Typ der betrachteten Phänomene variieren.

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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783484303751
ISBN-10: 3484303751
Binding: Hardback or Cased Book (Sewn)
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 288
Carton Quantity: 24
Product Dimensions: 6.69 x 0.69 x 9.61 inches
Weight: 1.46 pound(s)
Country of Origin: DE
Subject Information
BISAC Categories
Language Arts & Disciplines | Linguistics - Phonetics & Phonology
Language Arts & Disciplines | German
Language Arts & Disciplines | Linguistics - Syntax
Grade Level: Post Graduate - Post Graduate
Dewey Decimal: 414
Library of Congress Control Number: 98130532
Descriptions, Reviews, Etc.
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Anhand der Analyse von Alltagskonversationen wird gezeigt, da und wie die bisher weitgehend antagonistischen Forschungsstränge Grammatiktheorie und Konversationsanalyse sprachwissenschaftlich fruchtbar miteinandner verbunden werden können. Ausgangsannahme ist, da eine linguistisch orientierte Konversationstheorie nicht nur Performanzphänomene untersucht, sondern, wie die Grammatik, Aspekte der sprachlichen Kompetenz. Damit erhebt sich die Frage nach dem Grenzverlauf zwischen der konversationsanalytischen und der grammatischen Kompetenzforschung. Es mu vor allem geklärt werden, a) ob es eine mit der Satzgrammatik konkurrierende (und sie gegebenenfalls annullierende) grammar-for-conversation gibt oder b) ob konversationelle Strategien sich nur in den Spielräumen entfalten, die von den einschlägigen Regelsystemen der Grammatik offengelassen werden.

Diese Frage wird anhand von drei empirischen Fallstudien diskutiert, in denen je unterschiedliche Phänomene des heutigen Deutsch im Mittelpunkt stehen: Satzgliedstellung im Mittel- und Nachfeld, Akzentzusammenstö e, Sprechgeschwindigkeit. In detaillierten, korpusgestützten Analysen dieser Phänomene wird gezeigt, da die Abgrenzung der konversationellen von der grammatischen Kompetenz anders, als es verbreitete Annahmen erwarten lassen, in jedem Fall der zweiten der genannten Möglichkeiten folgt. Allerdings zeigt sich auch, da die Spielräume, die von grammatischen Regeln eröffnet werden, und damit die Einflu möglichkeiten der konversationellen Strategien stark mit dem Typ der betrachteten Phänomene variieren.

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