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Interkulturalitat Und Wissenschaftliche Kanonbildung. Frankreich ALS Forschungsgegenstand Einer Interkulturellen Kulturwissenschaft

PUBLISHER Logos Verlag Berlin (01/15/2008)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description
Der vorliegende Band stellt Ergebnisse eines Kongresses vor, der sich in seinen Frage- und Problemstellungen am Schnittpunkt von (wissenschaftlicher) Tradition und neuen Herausforderungen situiert: Zur Diskussion steht eine Frankreichforschung, die in ihren Gegenstanden einerseits an nationalstaatliche und nationalkulturelle Kontexte, insofern geschlossene Raume (area studies) gebunden ist, die sich zugleich andererseits fur grenzuberschreitende Dimensionen - Entgrenzung, kulturelle Mischung, Abwehr, Auswahl und Modifizierung von Kulturmustern - offnet. Interkulturalitat, ein Begriff, der fur die verschiedenen Formen des Kulturkontaktes steht, wird in ausgewahlten multidisziplinaren (philologischen, historischen, politikwissenschaftlichen und sozialpsychologischen) Konzeptualisierungen hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf eine kulturwissenschaftlich orientierte Frankreichforschung gepruft. Problematisiert wird die Frage nach methodischen und thematischen Kanones der Profil gewinnenden interkulturellen Kulturwissenschaft in den Fremdsprachenphilologien als Prufstein und Probe auf dem Weg ihrer weiteren Verwissenschaftlichung. Der vorliegende Band stellt Ergebnisse eines Kongresses vor, der sich in seinen Frage- und Problemstellungen am Schnittpunkt von (wissenschaftlicher) Tradition und neuen Herausforderungen situiert: Zur Diskussion steht eine Frankreichforschung, die in ihren Gegenstanden einerseits an nationalstaatliche und nationalkulturelle Kontexte, insofern geschlossene Raume (area studies) gebunden ist, die sich zugleich andererseits fur grenzuberschreitende Dimensionen - Entgrenzung, kulturelle Mischung, Abwehr, Auswahl und Modifizierung von Kulturmustern - offnet. Interkulturalitat, ein Begriff, der fur die verschiedenen Formen des Kulturkontaktes steht, wird in ausgewahlten multidisziplinaren (philologischen, historischen, politikwissenschaftlichen und sozialpsychologischen) Konzeptualisierungen hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf eine kulturwissenschaftlich orientierte Frankreichforschung gepruft. Problematisiert wird die Frage nach methodischen und thematischen Kanones der Profil gewinnenden interkulturellen Kulturwissenschaft in den Fremdsprachenphilologien. Im Ergebnis wird einerseits eine Art Methodenkanon sichtbar, der mit den Stichworten Vergleich, Interaktion, Transfer und Fremdwahrnehmung beschrieben ist. Er folgt der Tendenz zur Internationalisierung und erlaubt auch, die nationalen Selbstkonstruktionen in ihren Kontaktdimensionen zu untersuchen. Sichtbar wird andererseits aber auch, dass trotz der Fruchtbarkeit der Theorieannahmen dieses Kanons im Verhaltnis zum vorangehenden Paradigma (der geschlossenen Raume) Hybriditat nicht als einziger moglicher methodischer Zugang absolut zu setzen ist. Insistiert wird auf einen thematischen Kanon, dessen interkulturelle Anhangigkeit nicht allein aus fremdkulturellen Kontaktsituationen entsteht. Selbstkonstruktionen und -reprasentationen verfestigen sich mitunter zu relativ dauerhaften Reprasentationen, verstanden als Vorstellung, Darstellung und Vertretung (Chartier) und werden als Eigenlogik entscheidend fur Probleme in interkulturellen Interaktionssituationen. Letztere werden insbesondere in dem noch jungen Teilgebiet der interpersonalen Begegnungsforschung untersucht, die hier in die Studien einbezogen ist. Pladiert wird damit fur eine Ausweitung der Gegenstande der Fremdsprachenphilologien auch auf eine Begleitforschung der sich internationalisierenden Studier- Lehr- und Wissenschaftspraxis. In dieser Perspektive nimmt eine Interkulturelle Kulturwissenschaft, in einer spezifischen fremdsprachlichen Perspektive, die Funktion einer empirischen Hypothesenwissenschaft wahr und kann sich nicht auf den Status einer reinen Textwissenschaft beschranken. Sie ist also ebenso eine praxisorientierte Wissenschaft und dies in einem zweifachen Sinn: Ihre kanonisierten Gegenstande sind in der Regel veranderungsanfalliger und sie realisieren sich in der Kommunikation. Mit diesen Unwagbarkeiten muss sie leben, ohne auf die Frage nach den Kanones zu verzichten, ist diese doch Prufstein und Probe auf dem Weg zur weiteren Verwissenschaftlichung des hier in Frage stehenden Forschungsgegenstandes.
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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783832521189
ISBN-10: 3832521186
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 591
Carton Quantity: 1
Feature Codes: Bibliography, Illustrated
Country of Origin: US
Subject Information
BISAC Categories
Education | General
Library of Congress Control Number: 2010514218
Descriptions, Reviews, Etc.
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Der vorliegende Band stellt Ergebnisse eines Kongresses vor, der sich in seinen Frage- und Problemstellungen am Schnittpunkt von (wissenschaftlicher) Tradition und neuen Herausforderungen situiert: Zur Diskussion steht eine Frankreichforschung, die in ihren Gegenstanden einerseits an nationalstaatliche und nationalkulturelle Kontexte, insofern geschlossene Raume (area studies) gebunden ist, die sich zugleich andererseits fur grenzuberschreitende Dimensionen - Entgrenzung, kulturelle Mischung, Abwehr, Auswahl und Modifizierung von Kulturmustern - offnet. Interkulturalitat, ein Begriff, der fur die verschiedenen Formen des Kulturkontaktes steht, wird in ausgewahlten multidisziplinaren (philologischen, historischen, politikwissenschaftlichen und sozialpsychologischen) Konzeptualisierungen hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf eine kulturwissenschaftlich orientierte Frankreichforschung gepruft. Problematisiert wird die Frage nach methodischen und thematischen Kanones der Profil gewinnenden interkulturellen Kulturwissenschaft in den Fremdsprachenphilologien als Prufstein und Probe auf dem Weg ihrer weiteren Verwissenschaftlichung. Der vorliegende Band stellt Ergebnisse eines Kongresses vor, der sich in seinen Frage- und Problemstellungen am Schnittpunkt von (wissenschaftlicher) Tradition und neuen Herausforderungen situiert: Zur Diskussion steht eine Frankreichforschung, die in ihren Gegenstanden einerseits an nationalstaatliche und nationalkulturelle Kontexte, insofern geschlossene Raume (area studies) gebunden ist, die sich zugleich andererseits fur grenzuberschreitende Dimensionen - Entgrenzung, kulturelle Mischung, Abwehr, Auswahl und Modifizierung von Kulturmustern - offnet. Interkulturalitat, ein Begriff, der fur die verschiedenen Formen des Kulturkontaktes steht, wird in ausgewahlten multidisziplinaren (philologischen, historischen, politikwissenschaftlichen und sozialpsychologischen) Konzeptualisierungen hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf eine kulturwissenschaftlich orientierte Frankreichforschung gepruft. Problematisiert wird die Frage nach methodischen und thematischen Kanones der Profil gewinnenden interkulturellen Kulturwissenschaft in den Fremdsprachenphilologien. Im Ergebnis wird einerseits eine Art Methodenkanon sichtbar, der mit den Stichworten Vergleich, Interaktion, Transfer und Fremdwahrnehmung beschrieben ist. Er folgt der Tendenz zur Internationalisierung und erlaubt auch, die nationalen Selbstkonstruktionen in ihren Kontaktdimensionen zu untersuchen. Sichtbar wird andererseits aber auch, dass trotz der Fruchtbarkeit der Theorieannahmen dieses Kanons im Verhaltnis zum vorangehenden Paradigma (der geschlossenen Raume) Hybriditat nicht als einziger moglicher methodischer Zugang absolut zu setzen ist. Insistiert wird auf einen thematischen Kanon, dessen interkulturelle Anhangigkeit nicht allein aus fremdkulturellen Kontaktsituationen entsteht. Selbstkonstruktionen und -reprasentationen verfestigen sich mitunter zu relativ dauerhaften Reprasentationen, verstanden als Vorstellung, Darstellung und Vertretung (Chartier) und werden als Eigenlogik entscheidend fur Probleme in interkulturellen Interaktionssituationen. Letztere werden insbesondere in dem noch jungen Teilgebiet der interpersonalen Begegnungsforschung untersucht, die hier in die Studien einbezogen ist. Pladiert wird damit fur eine Ausweitung der Gegenstande der Fremdsprachenphilologien auch auf eine Begleitforschung der sich internationalisierenden Studier- Lehr- und Wissenschaftspraxis. In dieser Perspektive nimmt eine Interkulturelle Kulturwissenschaft, in einer spezifischen fremdsprachlichen Perspektive, die Funktion einer empirischen Hypothesenwissenschaft wahr und kann sich nicht auf den Status einer reinen Textwissenschaft beschranken. Sie ist also ebenso eine praxisorientierte Wissenschaft und dies in einem zweifachen Sinn: Ihre kanonisierten Gegenstande sind in der Regel veranderungsanfalliger und sie realisieren sich in der Kommunikation. Mit diesen Unwagbarkeiten muss sie leben, ohne auf die Frage nach den Kanones zu verzichten, ist diese doch Prufstein und Probe auf dem Weg zur weiteren Verwissenschaftlichung des hier in Frage stehenden Forschungsgegenstandes.
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